Beschreibung
Das Meister Craft MHRW 1200 ist ein elektrisch betriebenes Handrührwerk zum gründlichen und gleichmäßigen Anmischen von Baustoffen, Beschichtungen und weiteren Mischmaterialien. Mit einer Motorleistung von 1.200 Watt und zwei mechanischen Drehzahlbereichen eignet sich das Gerät sowohl für dünnflüssige Materialien als auch für schwere und zähflüssige Mischungen.
Im Gegensatz zu einer normalen Bohrmaschine ist das Handrührwerk speziell für hohe Belastungen beim Mischen ausgelegt. Die beiden seitlichen Handgriffe ermöglichen eine stabile und kontrollierte Führung, während der große Rührkorb das Material vom Boden und von den Seiten des Mischbehälters erfasst.
Typische Einsatzbereiche
- Anmischen von Fliesenkleber
- Anrühren von Mörtel
- Mischen von Putz und Gipsputz
- Anmischen von Spachtelmasse
- Mischen von Ausgleichsmasse
- Anrühren von Estrichmischungen
- Mischen von Beton- und Reparaturmörtel
- Aufrühren von Wandfarbe
- Mischen von Fassadenfarbe
- Aufrühren von Grundierungen und Beschichtungen
- Mischen von Klebstoffen und Dichtungsmassen
- Anrühren von Fugenmörtel
Zwei Drehzahlbereiche
Das Handrührwerk besitzt zwei mechanische Drehzahlbereiche. Dadurch kann die Drehzahl an die jeweilige Materialkonsistenz angepasst werden.
Im ersten Gang arbeitet das Gerät laut Typenschild mit einer Leerlaufdrehzahl von etwa 100 bis 400 Umdrehungen pro Minute. Dieser Bereich eignet sich besonders für schwere, zähe und hochviskose Materialien.
Im zweiten Gang liegt die Leerlaufdrehzahl bei etwa 150 bis 700 Umdrehungen pro Minute. Dieser Bereich kann für dünnflüssigere Materialien wie Farben, Grundierungen und leichtere Spachtelmassen verwendet werden.
- Gang 1: ca. 100–400 U/min
- Gang 2: ca. 150–700 U/min
Bei schweren Mischungen sollte grundsätzlich mit niedriger Drehzahl begonnen werden. Dadurch wird verhindert, dass trockenes Pulver aus dem Eimer geschleudert wird oder sich unnötig viel Luft im Material bildet.
Mischleistung
Auf dem Gerät ist eine maximale Mischmenge von 65 Litern angegeben. Diese Angabe beschreibt den grundsätzlich vorgesehenen Einsatzbereich des Rührwerks. Die tatsächlich sinnvoll verarbeitbare Menge hängt jedoch stark vom Material ab.
Dünnflüssige Farbe beansprucht den Motor deutlich weniger als schwerer Estrich, Betonmörtel oder hochviskoser Fliesenkleber. Bei sehr zähen Materialien sollte deshalb in kleineren Chargen gearbeitet werden, damit Motor, Getriebe und Rührkorb nicht überlastet werden.
Für typische Heimwerkerarbeiten sind beispielsweise folgende Mengen sinnvoll:
- Ein Sack Fliesenkleber
- Ein Sack Putz oder Spachtelmasse
- Ein üblicher Mörtelkübel mit Teilfüllung
- Ein bis zwei Farbeimer, abhängig von Größe und Konsistenz
- Kleinere Mengen Estrich oder Reparaturmörtel
Rührkorb
Zum Gerät gehört ein großer Metall-Rührkorb. Das Typenschild nennt einen maximal zulässigen Rührerdurchmesser von 140 mm. Der vorhandene Rührkorb ist für viele übliche Bau- und Renovierungsmaterialien geeignet.
Die geschwungene Form des Rührkorbs sorgt dafür, dass das Material im Behälter umgewälzt wird. Pulver und Flüssigkeit werden dabei vom Boden aufgenommen und miteinander vermischt.
Je nach Drehrichtung und Form des Rührkorbs wird das Material von unten nach oben oder von oben nach unten bewegt. Bei pulverförmigem Material ist eine Mischbewegung von unten nach oben häufig vorteilhaft, weil trockene Bestandteile vom Behälterboden aufgenommen werden.
Mischen von Fliesenkleber
Beim Anmischen von Fliesenkleber wird zunächst die vom Hersteller vorgeschriebene Wassermenge in den sauberen Mischbehälter gegeben. Anschließend wird das Pulver langsam eingefüllt.
Das Gerät sollte zunächst mit niedriger Drehzahl betrieben werden. Der Rührkorb wird vollständig in das Material eingetaucht, bevor das Gerät eingeschaltet wird. Dadurch werden Staubentwicklung und Materialspritzer reduziert.
Nach dem ersten Durchmischen muss Fliesenkleber häufig einige Minuten reifen. Anschließend wird er nochmals kurz aufgerührt. Die genauen Angaben des Materialherstellers sind einzuhalten.
Mischen von Putz und Spachtelmasse
Putz, Gips und Spachtelmassen müssen klumpenfrei und gleichmäßig angerührt werden. Dazu wird das Pulver nach und nach in das Wasser eingestreut und mit niedriger bis mittlerer Drehzahl vermischt.
Zu hohe Drehzahlen können Luft in die Masse einarbeiten. Das kann die Verarbeitung erschweren und zu Lufteinschlüssen in der fertigen Oberfläche führen.
Bei gipsgebundenen Materialien muss das Werkzeug nach der Verwendung sofort gründlich gereinigt werden. Eingetrockneter Gips lässt sich später nur schwer entfernen und kann den Rührkorb beschädigen.
Mischen von Mörtel und Estrich
Für schwere mineralische Baustoffe sollte der erste Gang verwendet werden. Das Material darf nur in einer Menge angemischt werden, die der Rührkorb sicher durchmischen kann.
Bei zu großen oder zu trockenen Mischungen kann der Rührkorb blockieren. In diesem Fall ist das Gerät sofort auszuschalten. Das Rührwerk darf nicht dauerhaft gegen eine blockierte Masse betrieben werden.
Beim Mischen von Estrich, Beton oder grobkörnigem Mörtel muss geprüft werden, ob Körnung, Konsistenz und Menge für den vorhandenen Rührkorb geeignet sind. Sehr grobe Zuschläge können den Rührkorb oder das Getriebe übermäßig belasten.
Mischen von Farbe
Farben und Beschichtungen sollten mit niedriger bis mittlerer Drehzahl aufgerührt werden. Der Rührkorb muss vollständig eingetaucht sein, damit keine Farbe aus dem Eimer geschleudert wird.
Vor allem bei längerer Lagerung setzen sich Pigmente und Füllstoffe am Boden des Gebindes ab. Das Rührwerk hilft dabei, diese Bestandteile wieder gleichmäßig in der Flüssigkeit zu verteilen.
Bei kleinen Farbeimern muss besonders vorsichtig gearbeitet werden, da der vorhandene Rührkorb vergleichsweise groß ist. Gegebenenfalls ist ein größerer Mischbehälter zu verwenden.
Bedienung
- Geeigneten, standsicheren Mischbehälter auswählen.
- Rührkorb auf Beschädigungen und festen Sitz prüfen.
- Erforderliche Flüssigkeitsmenge in den Behälter geben.
- Pulver oder Mischmaterial nach Herstellervorgabe einfüllen.
- Passenden Gang auswählen.
- Rührkorb vollständig in das Material eintauchen.
- Gerät mit beiden Händen an den Griffen festhalten.
- Mit niedriger Drehzahl starten.
- Rührkorb langsam durch den gesamten Behälter führen.
- Material am Boden und an den Behälterrändern erfassen.
- Nach Erreichen einer gleichmäßigen Konsistenz Gerät ausschalten.
- Rührkorb erst nach vollständigem Stillstand aus dem Material nehmen.
Vorteile
- Leistungsstarker 1.200-Watt-Motor
- Zwei mechanische Drehzahlbereiche
- Geeignet für dünn- und zähflüssige Materialien
- Großer Rührkorb für Baustoffe und Beschichtungen
- Maximaler Rührerdurchmesser laut Gerät 140 mm
- Maximale Mischmenge laut Herstellerangabe 65 Liter
- Zwei große Handgriffe für kontrollierte Führung
- Geeignet für Renovierungs-, Ausbau- und Maurerarbeiten
- Netzbetrieb ohne Ladeunterbrechungen
Technische Daten
- Netzspannung: 230 V
- Netzfrequenz: 50 Hz
- Nennleistung: 1.200 W
- Drehzahlbereich Gang 1: ca. 100–400 U/min
- Drehzahlbereich Gang 2: ca. 150–700 U/min
- Maximale Mischmenge laut Typenschild: 65 Liter
- Maximaler Rührerdurchmesser laut Typenschild: 140 mm
- Betriebsart: kabelgebunden
Hinweise zur Verwendung
Der Gang darf nur bei ausgeschaltetem und vollständig stillstehendem Gerät gewechselt werden. Ein Umschalten unter Last kann das Getriebe beschädigen.
Das Rührwerk ist immer mit beiden Händen zu führen. Der Mischbehälter muss sicher auf einem ebenen Untergrund stehen und darf sich während des Rührens nicht mitdrehen.
Das Gerät darf nicht ohne eingesetzten Rührkorb in laufendem Zustand abgelegt werden. Kleidung, Handschuhe, Haare und Kabel müssen von rotierenden Teilen ferngehalten werden.
Bei trockenen und staubenden Baustoffen sollte eine geeignete Staubschutzmaske getragen werden. Zusätzlich sind Schutzbrille, feste Schuhe und bei längeren Arbeiten Gehörschutz sinnvoll.
Überlastung vermeiden
Wenn sich die Drehzahl stark reduziert, der Motor ungewöhnlich heiß wird oder der Rührkorb stehen bleibt, muss das Gerät sofort ausgeschaltet werden.
In diesem Fall sollte die Mischmenge reduziert oder mehr Flüssigkeit entsprechend der zulässigen Materialrezeptur zugegeben werden. Das Gerät darf nicht dauerhaft mit blockiertem Rührkorb betrieben werden.
Bei längeren Mischvorgängen sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden, damit Motor und Getriebe abkühlen können.
Reinigung
Der Rührkorb muss unmittelbar nach der Verwendung gereinigt werden. Frische Materialreste lassen sich meist mit Wasser und einer Bürste entfernen. Dabei sind die Vorgaben des jeweiligen Materialherstellers zu beachten.
Das elektrische Rührwerk selbst darf nicht mit Wasser abgespritzt oder in Wasser eingetaucht werden. Das Gehäuse wird lediglich mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt.
Zement-, Gips-, Putz- und Kleberreste dürfen nicht am Rührkorb aushärten. Eingetrocknete Rückstände verursachen Unwucht, verschlechtern das Mischergebnis und können bei der Rückgabe zusätzlichen Reinigungsaufwand verursachen.
Hinweise und Grenzen
- Nicht zum Mischen von Lebensmitteln geeignet.
- Nicht für explosionsgefährdete oder leicht entzündliche Flüssigkeiten verwenden.
- Nicht als Bohrmaschine einsetzen.
- Nicht mit beschädigtem Rührkorb betreiben.
- Maximal zulässigen Rührerdurchmesser beachten.
- Bei schweren Materialien kleinere Mischmengen verwenden.
- Gang nur bei stillstehendem Gerät wechseln.
- Herstellerangaben des verwendeten Baustoffs beachten.
- Das Gerät ist nicht für den unbeaufsichtigten Dauerbetrieb vorgesehen.
Rückgabe
Das Handrührwerk und der Rührkorb sind unmittelbar nach der Arbeit gründlich zu reinigen und frei von Putz, Mörtel, Kleber, Farbe, Gips oder Spachtelmasse zurückzugeben.
Besonders mineralische Baustoffe dürfen nicht am Rührkorb oder an der Werkzeugaufnahme aushärten. Fehlende oder stark verschmutzte Bestandteile können zusätzlichen Reinigungs- beziehungsweise Ersatzaufwand verursachen.









