Beschreibung
Preciva Ösenzangen-Set für Ösen in 6, 10 und 12 mm
Das Preciva Ösenzangen-Set dient zum Stanzen und Verstärken runder Löcher in Planen, Bannern, Stoffen, Leder, Karton und weiteren geeigneten Materialien.
Mit der Zange werden zweiteilige Metallösen dauerhaft miteinander verpresst. Die eingesetzte Öse schützt den Lochrand vor dem Einreißen und schafft eine stabile Durchführung für Seile, Haken, Gummispanner oder Befestigungsbänder.
Das Set enthält austauschbare Werkzeuge für Ösen mit 6, 10 und 12 mm Innendurchmesser. Für jede Größe müssen die jeweils zusammengehörenden Presswerkzeuge, Lochstanzen, Ösenteile und Gegenringe verwendet werden.
Typische Einsatzbereiche
- Gerissene oder fehlende Ösen in Abdeckplanen ersetzen
- Neue Befestigungspunkte in PVC-Planen herstellen
- Werbebanner und Transparente mit Ösen ausstatten
- Sonnensegel und leichte Gewebeplanen vorbereiten
- Vorhänge, Stoffbahnen und textile Abdeckungen bearbeiten
- Leder und Kunstleder mit verstärkten Löchern versehen
- Karton, Pappe und Bastelmaterialien verstärken
- Ösen für Schnüre, Seile oder Gummispanner einsetzen
- Beschädigte Ösenbereiche bei geeigneter Materialstärke reparieren
Verfügbare Ösengrößen
- 6 mm Innendurchmesser
- 10 mm Innendurchmesser
- 12 mm Innendurchmesser
Die Größenangabe bezieht sich auf den freien Innendurchmesser der fertig eingesetzten Öse. Das tatsächlich benötigte Loch wird mit der dazugehörigen Lochstanze hergestellt.
Presswerkzeuge und Lochstanzen dürfen nicht zwischen den verschiedenen Größen gemischt werden. Eine falsche Kombination kann Ösen und Werkzeuge verformen.
Geeignete Materialien
- PVC-Planen
- Abdeckplanen
- Werbebanner
- Textilien und feste Stoffe
- Segeltuch und vergleichbare Gewebe
- Leder und Kunstleder
- Karton und starke Pappe
- Dünne Kunststoffbahnen
- Weitere ausreichend feste und stanzbare Materialien
Das Material muss ausreichend fest sein, damit die Öse dauerhaft hält. Sehr dünne, spröde oder bereits eingerissene Materialien können trotz eingesetzter Öse weiterreißen.
Passende Ösengröße auswählen
Die Größe richtet sich nach dem vorgesehenen Befestigungsmittel und der Belastung. Für dünne Schnüre oder leichte Bastelarbeiten können kleine Ösen ausreichen. Für Seile, Haken oder Gummispanner wird meist eine größere Öffnung benötigt.
- 6 mm: kleine Schnüre, Bastelarbeiten und leichte Materialien
- 10 mm: Planen, Textilien und allgemeine Befestigungsarbeiten
- 12 mm: stärkere Schnüre, Haken und größere Befestigungspunkte
Vor dem Stanzen sollte geprüft werden, ob das spätere Seil, der Haken oder der Spanner tatsächlich durch die gewählte Öse passt.
Lochposition festlegen
Die gewünschte Position wird auf dem Material markiert. Die Öse darf nicht zu nah am Rand eingesetzt werden, da das verbleibende Material sonst unter Belastung ausreißen kann.
Bei mehreren Ösen sollten Abstand und Ausrichtung vorher ausgemessen werden. Eine gerade Hilfslinie verhindert sichtbar unterschiedliche Positionen.
Loch in das Material stanzen
Zum Herstellen der Öffnung wird die Lochstanze der gewählten Ösengröße verwendet. Das Material wird auf eine geeignete, feste und zugleich nachgiebige Unterlage gelegt.
Geeignet sind beispielsweise ein stabiles Schneidbrett oder eine dafür vorgesehene Stanzunterlage. Stein, Metall oder andere sehr harte Unterlagen können die Schneide der Lochstanze beschädigen.
Die Stanze wird senkrecht auf die Markierung gesetzt und mit einem geeigneten Hammer kontrolliert eingeschlagen. Das Loch muss vollständig und sauber ausgestanzt werden.
Presswerkzeuge wechseln
Vor dem Einsetzen der Öse werden die passenden Presswerkzeuge für die gewählte Größe in die Zange eingesetzt. Ober- und Unterteil müssen vollständig in ihren Aufnahmen sitzen.
Die Kennzeichnung beziehungsweise Größe der beiden Werkzeuge ist vor dem Pressen zu kontrollieren. Ein 6-mm-Werkzeug darf beispielsweise nicht mit einer 10- oder 12-mm-Öse verwendet werden.
Öse einsetzen
Das Ösenteil mit dem längeren Hals wird von der Sichtseite durch das gestanzte Loch geführt. Der Gegenring wird auf der Rückseite aufgesetzt.
Beide Teile müssen gerade aufeinanderliegen. Das Material darf zwischen Öse und Gegenring nicht gefaltet oder stark verzogen sein.
Öse verpressen
Die vorbereitete Öse wird zwischen die Presswerkzeuge gelegt. Anschließend werden die Griffe der Zange kontrolliert zusammengedrückt, bis Öse und Gegenring fest miteinander verbunden sind.
Die Öse soll gleichmäßig umgebördelt sein und fest im Material sitzen. Übermäßiges Nachpressen kann die Öse verformen, das Material quetschen oder die Presswerkzeuge belasten.
Ergebnis kontrollieren
Nach dem Pressen wird geprüft, ob sich die Öse drehen oder aus dem Material ziehen lässt. Scharfe Kanten, Risse oder eine einseitige Verformung weisen auf eine fehlerhafte Pressung hin.
Eine falsch verpresste Öse sollte entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Bereits gepresste Ösen können normalerweise nicht erneut verwendet werden.
Reparatur beschädigter Planen
Bei einer ausgerissenen Öse reicht es häufig nicht aus, direkt an derselben beschädigten Stelle eine neue Öse einzusetzen. Das Material rund um das Loch muss noch tragfähig sein.
Je nach Schaden kann die Stelle zunächst mit einem geeigneten Reparaturstück verstärkt werden. Die neue Öse wird anschließend durch beide Materiallagen gesetzt. Alternativ kann sie mit ausreichendem Abstand neben der beschädigten Stelle angebracht werden.
Verbrauchsmaterial
Die Metallösen sind Verbrauchsmaterial. Eine vollständige Öse besteht aus dem Ösenteil mit Hals und dem dazugehörigen Gegenring.
Verbrauchte, beschädigte oder falsch verpresste Ösen werden nicht zurückgegeben und abhängig von der verwendeten Menge zusätzlich zum Mietpreis berechnet.
Vorteile
- Drei gebräuchliche Ösengrößen in einem Set
- Austauschbare Presswerkzeuge
- Passende Lochstanzen für jede Größe
- Kein Strom, Akku oder Kompressor erforderlich
- Geeignet für Reparaturen und neue Befestigungspunkte
- Verstärkt Löcher gegen weiteres Ausreißen
- Für Planen, Banner, Stoff, Leder und Pappe verwendbar
- Werkzeug und Zubehör gemeinsam im Sortierkoffer untergebracht
Anwendung
- Geeignete Ösengröße auswählen.
- Position der Öse markieren und ausreichenden Randabstand einhalten.
- Material auf eine geeignete Stanzunterlage legen.
- Mit der passenden Lochstanze ein sauberes Loch herstellen.
- Passendes Ober- und Unterwerkzeug in die Zange einsetzen.
- Ösenteil von der Sichtseite durch das Loch stecken.
- Gegenring auf der Rückseite aufsetzen.
- Öse gerade zwischen den Presswerkzeugen positionieren.
- Zangengriffe kontrolliert und vollständig zusammendrücken.
- Zange öffnen und fertige Pressung kontrollieren.
- Bei fehlerhafter Pressung eine neue Öse verwenden.
- Werkzeuge nach der Verwendung reinigen und vollständig in den Koffer zurücklegen.
Hinweise und Grenzen
- Für jede Ösengröße ausschließlich die passenden Werkzeuge verwenden.
- Ösenteile und Gegenringe unterschiedlicher Größen nicht kombinieren.
- Vor dem eigentlichen Werkstück eine Probepressung an einem Reststück durchführen.
- Material nicht zu nah am Rand stanzen.
- Bereits eingerissenes Material vor dem Einsetzen einer neuen Öse verstärken.
- Nicht für massive Metallbleche oder andere nicht stanzbare Werkstoffe verwenden.
- Sehr dicke Materialpakete können nicht sauber verpresst werden.
- Sehr dünne oder spröde Folien können trotz Öse ausreißen.
- Lochstanzen nicht auf Stein, Beton oder Metallunterlagen verwenden.
- Zange nicht mit Rohren oder anderen Hebelverlängerungen betätigen.
- Keine bereits verformten oder beschädigten Ösen einsetzen.
- Finger während des Pressens aus dem Werkzeugbereich halten.
- Beim Stanzen Schutzbrille tragen.
- Verbrauchte Ösen werden zusätzlich zum Mietpreis berechnet.
- Nach der Rückgabe müssen alle Wechselwerkzeuge und Lochstanzen vollständig vorhanden sein.









