5-Klingen-Rohreinziehzange für Blechrohre und Fallrohre

Ab 5,00  am Tag

Tagespreis5,00 pro Leihtag
Wochenende8,00 Samstag bis Sonntag
Kaution20,00 bei Ausgabe fällig

Die manuelle Rohreinziehzange erzeugt mit fünf versetzt angeordneten Pressklingen gleichmäßige Sicken und Verformungen am Ende dünnwandiger Blechrohre. Dadurch wird der Rohrdurchmesser geringfügig reduziert, sodass das bearbeitete Rohrende in ein weiteres Rohr oder Formstück eingeschoben werden kann.

Hinweis zur Reservierung

Du reservierst Mietgeräte. Kaution und Leihbetrag werden vor der Ausgabe fällig. Zahlung ist vorab per PayPal-Überweisung oder nach individueller Absprache möglich. Den genauen Abholzeitpunkt stimmen wir nach der Reservierung ab.

Artikelnummer: WKN-015-0003 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Die 5-Klingen-Rohreinziehzange ist ein handbetätigtes Spezialwerkzeug zum Verjüngen und Einziehen der Enden dünnwandiger Blechrohre. Das Werkzeug wird insbesondere bei Lüftungsrohren, Ofenrohren, Fallrohren, Wickelfalzrohren und vergleichbaren Rohrsystemen eingesetzt.

Durch das Zusammendrücken der Griffe greifen mehrere versetzt angeordnete Pressklingen in das Rohrende ein. Dabei entstehen schmale, gleichmäßige Verformungen beziehungsweise Einziehungen im Blech. Diese reduzieren den wirksamen Außendurchmesser des Rohrendes, sodass es leichter in ein weiteres Rohr oder ein passendes Formstück eingeschoben werden kann.

Das Werkzeug schneidet das Rohr grundsätzlich nicht ab. Es formt das Material lediglich um. Für eine gleichmäßige Verbindung wird das Rohrende schrittweise rundherum bearbeitet.

Typische Einsatzbereiche

  • Verjüngen von runden Lüftungsrohren
  • Einziehen von Ofenrohrenden
  • Anpassen von Regenfallrohren
  • Vorbereiten von Rohr-Steckverbindungen
  • Verbinden von dünnwandigen Blechrohren
  • Anpassen von Abluftleitungen
  • Montage von Absaugrohren
  • Arbeiten an Heizungs- und Lüftungskanälen
  • Anpassen von Rohrstücken und Bögen
  • Reparatur vorhandener Rohrverbindungen

Funktionsweise

Die Zange besitzt fünf gegeneinander versetzte Pressklingen. Beim Zusammendrücken der Griffe werden diese Klingen in das Rohrende gepresst. Das Blech wird dabei in mehreren schmalen Bereichen nach innen geformt.

Durch die versetzte Anordnung der Klingen entstehen mehrere gleichmäßig verteilte Einziehungen. Diese Formgebung ähnelt den werkseitig vorbereiteten Steckenden vieler Lüftungs- und Ofenrohre.

Nach jeder Pressung wird die Zange etwas weiter am Rohrumfang angesetzt. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Rohrende rundherum ausreichend eingezogen ist.

Geeignete Materialien

Die Rohreinziehzange ist für dünnwandige und verformbare Blechmaterialien vorgesehen. Dazu gehören abhängig von Materialstärke und Werkzeugausführung insbesondere:

  • Verzinktes Stahlblech
  • Dünnes Stahlblech
  • Aluminiumblech
  • Kupferblech
  • Dünnwandige Edelstahlrohre, sofern die Materialstärke geeignet ist

Vergleichbare professionelle 5-Klingen-Zangen werden für dünnes Stahl- und Edelstahlblech eingesetzt. Die tatsächlich verarbeitbare Materialstärke hängt jedoch von der Härte des Blechs, dem Rohrdurchmesser und dem Zustand des Werkzeugs ab.

Lüftungs- und Abluftrohre

Bei Lüftungsanlagen müssen einzelne Rohrabschnitte häufig ineinandergesteckt werden. Besitzt ein zugeschnittenes Rohrende keine werkseitige Verjüngung, kann diese mit der Rohreinziehzange nachträglich hergestellt werden.

Das eingezogene Rohrende wird anschließend in das nicht bearbeitete Ende des nächsten Rohrstücks eingeschoben. Die Verbindung kann danach je nach Rohrsystem mit Schrauben, Nieten, Rohrschellen, Klebeband oder Dichtmasse gesichert werden.

Ofenrohre

Auch bei dünnwandigen Ofenrohren kann die Zange verwendet werden, um ein abgeschnittenes oder beschädigtes Rohrende wieder steckfähig zu machen.

Vor der Bearbeitung muss geprüft werden, ob das Material und die Wandstärke für eine manuelle Verformung geeignet sind. Dickwandige, emaillierte oder beschichtete Ofenrohre können durch das Einziehen beschädigt werden und sind daher nur eingeschränkt geeignet.

Regenfallrohre

Bei der Montage von Regenrinnen und Fallrohren können abgeschnittene Rohrstücke mit der Zange leicht verjüngt werden. Dadurch lässt sich ein Rohrende in eine Muffe, einen Bogen oder ein weiteres Rohrstück einschieben.

Bei lackierten oder beschichteten Fallrohren können durch die Pressklingen sichtbare Druckstellen oder Beschädigungen der Beschichtung entstehen. Daher sollte das Werkzeug zunächst an einem Reststück getestet werden.

Anwendung

  1. Rohrende gerade und möglichst gratfrei zuschneiden.
  2. Scharfe Schnittkanten mit einer Feile oder einem Entgrater bearbeiten.
  3. Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
  4. Zange rechtwinklig auf das Rohrende aufsetzen.
  5. Rohrende vollständig bis zur vorgesehenen Einziehtiefe in die Backen einführen.
  6. Griffe gleichmäßig zusammendrücken.
  7. Zange wieder öffnen und einige Millimeter versetzt neu ansetzen.
  8. Vorgang gleichmäßig über den gesamten Rohrumfang wiederholen.
  9. Steckverbindung regelmäßig mit dem Gegenstück prüfen.
  10. Nur so weit einziehen, bis die gewünschte Passung erreicht ist.

Gleichmäßige Bearbeitung

Das Rohrende sollte nicht nur an wenigen Stellen stark eingezogen werden. Besser sind mehrere gleichmäßig verteilte Pressungen rund um den gesamten Umfang.

Ungleichmäßige oder zu starke Pressungen können dazu führen, dass das Rohr oval wird, sich verkantet oder in der Verbindung nicht mehr sauber abdichten lässt.

Bei größeren Rohrdurchmessern sind entsprechend mehr Pressungen erforderlich. Das Rohr sollte während der Arbeit regelmäßig gedreht und kontrolliert werden.

Einziehtiefe

Die Zange wird nur so weit auf das Rohr geschoben, wie der spätere Steckbereich reichen soll. Eine unnötig große Einziehtiefe kann das Rohr schwächen oder zu einer ungleichmäßigen Verbindung führen.

Die erforderliche Tiefe hängt vom verwendeten Rohrsystem, dem Formstück und der späteren Befestigung ab. Vor der vollständigen Bearbeitung sollte die Passung mehrmals kontrolliert werden.

Vorteile

  • Manuelle Anwendung ohne Strom oder Akku
  • Fünf versetzt angeordnete Pressklingen
  • Gleichmäßige Verformung des Rohrendes
  • Erzeugt nachträglich einen Steckbereich
  • Geeignet für verschiedene dünnwandige Blechrohre
  • Kompakte und transportable Bauweise
  • Keine stationäre Maschine erforderlich
  • Kontrollierte Bearbeitung in einzelnen Schritten
  • Geeignet für Montage- und Reparaturarbeiten
  • Wiederverwendbares Handwerkzeug

Hinweise zu Rohrverbindungen

Das Einziehen des Rohrendes stellt zunächst nur die mechanische Steckfähigkeit her. Ob die Verbindung zusätzlich befestigt oder abgedichtet werden muss, richtet sich nach dem jeweiligen Rohrsystem und dem vorgesehenen Einsatzzweck.

Bei Lüftungs-, Rauchgas- oder wasserführenden Systemen müssen die jeweils geltenden Montagevorgaben beachtet werden. Die Einziehzange ersetzt keine erforderlichen Dichtungen, Schellen, Schrauben, Nieten oder zugelassenen Verbindungselemente.

Sicherheitshinweise

  • Bei der Arbeit Schutzbrille und schnittfeste Handschuhe tragen.
  • Geschnittene Blechkanten können extrem scharf sein.
  • Finger nicht zwischen die Pressbacken halten.
  • Werkzeug nicht als Schneid-, Halte- oder Brechzange verwenden.
  • Keine gehärteten oder massivwandigen Bauteile bearbeiten.
  • Zange nicht mit zusätzlichen Rohren oder Hebelverlängerungen überlasten.
  • Vor der Verwendung Gelenke, Schrauben und Pressklingen kontrollieren.
  • Beschichtete Oberflächen zunächst an einem Reststück testen.

Materialgrenzen

Das Werkzeug ist für dünnwandige Rohre vorgesehen. Bei zu dickem, gehärtetem oder stark profiliertem Material kann die erforderliche Handkraft zu hoch werden.

Wird die Zange nur mit sehr großer Kraft geschlossen oder verformt sich das Rohr kaum, ist die Materialstärke wahrscheinlich nicht geeignet. In diesem Fall darf das Werkzeug nicht mit einer Verlängerung oder durch Schläge überlastet werden.

Kunststoffrohre sind grundsätzlich nicht für dieses Werkzeug vorgesehen. Sie können brechen, einreißen oder dauerhaft unkontrolliert verformt werden.

Reinigung und Rückgabe

Nach der Verwendung sind Blechspäne, Staub und sonstige Rückstände aus den Pressbacken zu entfernen. Die Gelenke müssen frei beweglich bleiben.

Das Werkzeug darf nicht dauerhaft feucht oder verschmutzt gelagert werden. Nach Arbeiten an verzinktem, lackiertem oder stark verschmutztem Material sollte die Zange trocken abgewischt werden.

Die Rohreinziehzange ist vollständig, funktionsfähig und ohne festhängende Blechreste zurückzugeben.

Lieferumfang

  • 1 manuelle 5-Klingen-Rohreinziehzange

Hinweis: Blechrohre, Fallrohre, Verbindungselemente, Dichtmittel und sonstiges Verbrauchsmaterial sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs.

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