Beschreibung
Die T.I.P. LW400 ist eine klassische Laser-Wasserwaage mit einer Länge von etwa 400 mm. Das Gerät verbindet die mechanische Ausrichtung über eingebaute Libellen mit einem roten Punktlaser. Damit können horizontale oder vertikale Bezugspunkte von einer Stelle auf eine gegenüberliegende Wand oder auf weitere Punkte im Raum übertragen werden.
Im Gegensatz zu einem modernen Kreuzlinien- oder 360°-Linienlaser erzeugt die LW400 keine durchgehenden Laserlinien. Sie projiziert einen einzelnen roten Laserpunkt. Zum Übertragen einer waagerechten Ebene wird das Gerät auf dem Stativ ausgerichtet und anschließend über die drehbare Grundplatte schrittweise in die gewünschte Richtung gedreht.
Die auf dem Gerät angegebene Laserwellenlänge liegt zwischen 630 und 680 nm. Die Nivelliergenauigkeit ist mit ± 0,5 mm/m beziehungsweise ± 0,029° angegeben. Das Gerät entspricht der Laserklasse 2 und besitzt eine Laserleistung von höchstens 1 mW.
Typische Einsatzbereiche
- Höhenpunkte auf gegenüberliegende Wände übertragen
- Bohrpunkte auf gleicher Höhe markieren
- Regale und Wandhalterungen ausrichten
- Steckdosen und Schalter auf einer gemeinsamen Höhe anordnen
- Bilder, Leuchten und Dekorationen positionieren
- Horizontale Bezugspunkte im Raum festlegen
- Vertikale Bezugspunkte übertragen
- Fluchten bei einfachen Montagearbeiten kontrollieren
- Gefälle und Winkel über die drehbare Skala einstellen
- Arbeiten im Innenausbau und bei Renovierungen
Höhen übertragen
Die häufigste Anwendung besteht darin, einen vorhandenen Höhenpunkt auf andere Stellen im Raum zu übertragen. Dazu wird die Laser-Wasserwaage auf dem Stativ befestigt und mithilfe der Libellen exakt waagerecht eingestellt.
Nach dem Einschalten erscheint ein roter Laserpunkt auf der gegenüberliegenden Fläche. Durch Drehen der Grundplatte kann derselbe Höhenpunkt nacheinander auf mehreren Wänden markiert werden. Das ist beispielsweise beim Montieren von Regalen, Arbeitsplatten, Wandprofilen oder Installationen hilfreich.
Drehbare 360°-Grundplatte
Zum Set gehört eine drehbare Grundplatte mit umlaufender Gradeinteilung. Die Skala reicht rundum über 360° und ermöglicht es, den Laser kontrolliert in verschiedene Richtungen zu schwenken.
Die Grundplatte besitzt Stellschrauben und eine eigene Libelle. Dadurch kann sie vor Beginn der Messung ausgerichtet werden. Anschließend lässt sich die Laser-Wasserwaage drehen, ohne dass die eingestellte Höhe wesentlich verändert werden muss.
Arbeiten mit dem Stativ
Das mitgelieferte Dreibeinstativ ermöglicht eine freie Aufstellung im Raum. Die Arbeitshöhe kann über die ausziehbaren Stativbeine und die Mittelsäule angepasst werden. Dadurch muss das Gerät nicht auf Möbeln, Kisten oder provisorischen Unterlagen aufgestellt werden.
Das Stativ sollte auf einem festen und möglichst ebenen Untergrund stehen. Lockere Böden, Erschütterungen oder unbeabsichtigtes Anstoßen können die Ausrichtung verändern. Vor jeder wichtigen Markierung sollte deshalb die Libelle erneut kontrolliert werden.
Verwendung als Wasserwaage
Die LW400 kann unabhängig vom Laser auch als herkömmliche Wasserwaage eingesetzt werden. Die eingebauten Libellen dienen zum horizontalen und vertikalen Ausrichten von Bauteilen.
Da es sich um ein älteres Messgerät handelt, sollte die Genauigkeit der Libellen vor präzisen Arbeiten kontrolliert werden. Dazu wird die Wasserwaage auf einer Fläche abgelesen, anschließend um 180° gedreht und erneut an derselben Stelle geprüft. Die Anzeige sollte in beiden Positionen übereinstimmen.
Übertragen horizontaler Bezugspunkte
Für eine horizontale Bezugsebene wird das Gerät zunächst mit den Stellschrauben und Libellen waagerecht ausgerichtet. Danach wird der Laserpunkt an der ersten Position markiert.
Die Grundplatte kann anschließend auf weitere Raumrichtungen gedreht werden. Solange das Gerät nicht verschoben oder verstellt wird, liegen die markierten Punkte auf derselben Bezugshöhe. Zwischen den Punkten kann anschließend mit einer Schlagschnur, einer langen Wasserwaage oder einer Richtlatte eine Linie hergestellt werden.
Übertragen von Winkeln und Fluchten
Über die umlaufende Winkelskala können definierte Drehwinkel eingestellt werden. Damit lassen sich beispielsweise Bezugspunkte in einem bestimmten Winkel zueinander anordnen.
Die Skala eignet sich für einfache Montage- und Ausrichtarbeiten. Für hochpräzise Winkelmessungen, Grundstücksvermessungen oder tragwerksrelevante Arbeiten ist das Gerät nicht vorgesehen.
Arbeiten im Innenbereich
Der rote Laserpunkt ist vor allem für Innenräume und mäßig beleuchtete Bereiche geeignet. Typische Anwendungen sind das Ausrichten von Wandregalen, Küchenmöbeln, Bildern, Lampen, Schaltern, Steckdosen oder einfachen Trockenbaukonstruktionen.
Bei größeren Entfernungen wird der Punkt breiter und schwieriger erkennbar. Helle Sonneneinstrahlung, stark reflektierende Oberflächen oder sehr dunkle Materialien können die Sichtbarkeit zusätzlich einschränken.
Einsatz im Außenbereich
Ein begrenzter Außeneinsatz ist bei bedecktem Himmel, in schattigen Bereichen oder auf kurzen Entfernungen möglich. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist der rote Laserpunkt häufig kaum zu erkennen.
Das Gerät besitzt keinen passenden elektronischen Laserempfänger. Es ist deshalb nicht mit modernen Rotations- oder Linienlasern vergleichbar, die auch bei Tageslicht über größere Entfernungen eingesetzt werden können.
Technische Eigenschaften
- Geräteart: Laser-Wasserwaage mit Punktlaser
- Länge der Wasserwaage: etwa 400 mm
- Laserfarbe: Rot
- Laserwellenlänge: 630 bis 680 nm
- Laserleistung: maximal 1 mW
- Laserklasse: 2
- Angegebene Genauigkeit: ± 0,5 mm/m beziehungsweise ± 0,029°
- Drehbereich der Grundplatte: 360°
- Mechanische Ausrichtung über Libellen und Stellschrauben
- Batteriebetrieb
- Baujahr des vorhandenen Geräts: 2001
Anwendung
- Stativ auf festem und möglichst ebenem Untergrund aufstellen.
- Stativbeine vollständig spreizen und sicher arretieren.
- Drehbare Grundplatte auf dem Stativ befestigen.
- Laser-Wasserwaage sicher in der Halterung einspannen.
- Grundplatte über die Stellschrauben und Libellen ausrichten.
- Laser einschalten und auf die gewünschte Fläche richten.
- Laserpunkt auf der ersten Fläche markieren.
- Grundplatte vorsichtig in die nächste Richtung drehen.
- Weitere Punkte markieren, ohne das Stativ zu verschieben.
- Nach jeder unbeabsichtigten Berührung die Ausrichtung erneut prüfen.
- Laser nach Abschluss der Arbeiten ausschalten.
- Gerät und Zubehör sauber im Transportkoffer verstauen.
Vorteile
- Wasserwaage und Punktlaser in einem Gerät
- Übertragen von Höhen auf gegenüberliegende Flächen
- Drehbare Grundplatte mit 360°-Skala
- Höhenverstellbares Dreibeinstativ
- Mechanische Ausrichtung über mehrere Libellen
- Einfacher Aufbau ohne komplizierte Menüführung
- Geeignet für einfache Montage- und Renovierungsarbeiten
- Kompletter Transport im stabilen Koffer
Grenzen des Geräts
- Das Gerät erzeugt nur einen Punkt und keine durchgehende Laserlinie.
- Es besitzt keine automatische Selbstnivellierung.
- Die Ausrichtung muss manuell über die Libellen erfolgen.
- Der Laserpunkt ist bei hellem Tageslicht nur eingeschränkt sichtbar.
- Ein elektronischer Laserempfänger kann nicht verwendet werden.
- Das Gerät ist nicht mit modernen Kreuzlinien- oder 360°-Lasern vergleichbar.
- Für lange Strecken steigt die mögliche Messabweichung entsprechend an.
- Für amtliche Vermessungen und Grundstücksgrenzen ist das Gerät nicht geeignet.
- Die Genauigkeit sollte aufgrund des Gerätealters vor jeder wichtigen Arbeit kontrolliert werden.
Genauigkeit richtig einschätzen
Die angegebene Genauigkeit von ± 0,5 mm/m bedeutet rechnerisch eine mögliche Abweichung von etwa ± 2,5 mm auf 5 m und ± 5 mm auf 10 m. Zusätzlich können Aufstellfehler, eine ungenaue Libellenausrichtung und Bewegungen des Stativs das Ergebnis beeinflussen.
Für Möbelmontage, Regale, Bilder, Steckdosen und vergleichbare Heimwerkerarbeiten ist diese Genauigkeit in vielen Fällen ausreichend. Für besonders genaue Ausbauarbeiten sollte das Ergebnis durch eine Kontrollmessung abgesichert werden.
Kontrolle vor der Verwendung
Vor Arbeitsbeginn sollte die Wasserwaage auf einer ebenen Fläche geprüft werden. Nach der ersten Ablesung wird sie um 180° gedreht und erneut kontrolliert. Weichen die Anzeigen voneinander ab, darf das Gerät nicht für präzise Arbeiten verwendet werden.
Auch der Laserpunkt sollte überprüft werden. Dazu wird ein Punkt an einer Wand markiert, das Gerät um 180° gedreht und mit einem gegenüberliegenden Bezugspunkt verglichen. Bei auffälligen Abweichungen muss die Messung mit einem anderen Messgerät kontrolliert werden.
Sicherheitshinweise
- Niemals direkt in den Laserstrahl blicken.
- Laser nicht auf Personen oder Tiere richten.
- Laserstrahl nicht auf Spiegel oder stark reflektierende Flächen richten.
- Das Gerät außerhalb der Reichweite von Kindern verwenden.
- Stativ standsicher aufstellen und gegen Umkippen sichern.
- Gerät nicht bei Regen oder in dauerhaft feuchter Umgebung einsetzen.
- Vor jeder Messung den festen Sitz aller Schrauben kontrollieren.
- Beschädigte Batterien sofort entfernen.
- Bei längerer Lagerung Batterien aus dem Gerät nehmen.
- Keine eigenständigen Eingriffe oder Veränderungen am Laser vornehmen.
Hinweise zur Vermietung
Das Gerät wird als älteres, manuell auszurichtendes Messgerät vermietet. Es ist vor allem für einfache Übertragungs- und Montagearbeiten vorgesehen. Wer durchgehende horizontale oder vertikale Linien benötigt, sollte stattdessen einen modernen Kreuzlinien- oder 360°-Linienlaser verwenden.
Vor Beginn der eigentlichen Arbeit sollte der Mieter eine Kontrollmessung durchführen. Für Schäden, die durch eine ungeprüfte oder unsachgemäße Messung entstehen, kann keine Haftung übernommen werden.









